Städtebauliches Entwicklungskonzept (Seko 2018) für das erweiterte Fördergebiet „Altstadt Torgau“

Das Konzept wurde im Stadtrat am 27.06.2018 bestätigt (Beschluss Nr. 306/2018) und kann ab sofort hier eingesehen werden. Fragen beantwortet das Planungsamt / Sachbereich Sanierungsberatung der Stadtverwaltung.


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Im Jahr 2014 wurde die Stadt Torgau mit dem Fördergebiet „Altstadt Torgau" in das neue SDP (N) – 2. Förderperiode aufgenommen. Das in Verbindung mit der Städtebauförderung erforderliche Fördergebiets- / Neuordnungskonzept (NOK) wurde durch den Stadtrat am 24.09.2014 bestätigt.

Unter Beachtung der Umsetzung der geplanten Maßnahmen der Landesgartenschau (LAGA) 2022 wurde ein weiteres Städtebaufördergebiet unter der Bezeichnung „Torgau - Nördlicher Stadtpark" mit der Zielstellung der Neuaufnahme in das 2017 ausgeschriebene Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün" (ZSP) im September 2017 beschlossen. Auf Grund der Spezifik dieses neuen Programms konnten nur Teilleistungen zur Förderung im ZSP beantragt werden. Auf eine ergänzende mögliche Förderung durch das SDP, insbesondere Bauleistungen betreffend, wurde durch das SMI hingewiesen. Eine SDP-Fördergebietserweiterung und die Fortschreibung bzw. Präzisierung des vorliegenden NOK wurden somit erforderlich. Das erweiterte Fördergebiet „Altstadt Torgau" (Stadtratsbeschluss vom 01.11.2017) hat eine Größe von 70,80 ha und umfasst ein Großteil des Areals der zukünftigen LAGA 2022 in Torgau. Die Grenze im Norden entspricht aus fördertechnischen Gesichtspunkten der Grenze des Erhaltungssatzungsgebietes der Stadt Torgau und schließt die zwei für die LAGA 2022 bedeutenden Glacisbereiche ein. Im Osten verläuft die Grenze unter Einbeziehung der Elbpromenade bis zur Elbbrücke. Weiterhin soll als wichtiger Verbindungsbereich das Stadtquartier zwischen Elbpromenade und Wolffersdorffer Straße mit dem Areal Schlachthof einbezogen werden.

Die notwendige Präzisierung und Fortschreibung des NOK erfolgte unter Einbeziehung der vorliegenden Zielstellungen aus dem Konzept der LAGA 2022, dem Konzept für das Gebiet „Torgau - Nördlicher Stadtpark" und der Rahmenplanung Elbpromenade.

Für das Fördergebiet haben die wesentlichen Zielsetzungen des NOK weiter Bestand. Sie finden sich im Seko 2018 als sog. Oberziele (Individualität, Örtliche Struktur, Grün- und Freiflächen, Zersiedlung stoppen – Belebung Innenstadt, Demografischen Wandel gestalten, Erhöhung Energieeffizienz) und den aufgeführten Zielen:

Ziel 1 – Städtebauliche Gestaltung,

Ziel 2 – Wohn- und Lebensqualität und

Ziel 3 – Altstadt, Stadtpark und Glacis mit (über)regionaler Ausstrahlung

wieder.

Hervorgehend aus der städtebaulichen Analyse und den Schwerpunkten der vorliegenden Planungen (LAGA, ZSP) leitet sich die präzisierte Maßnahmenplanung des Seko 2018 ab. Gegenüber der Prioritätensetzung aus dem NOK wurde auf Grund der LAGA für den Zeitraum bis 2022 eine Neuorientierung erforderlich.

 

Schlüsselmaßnahmen, von besonderer Bedeutung für die Stadtentwicklung, sind:

°Jugendherberge (Schloßstraße 28/29); gegenwärtig bereits laufendes Bauvorhaben;

°Rathauskomplex – Flügel Breite Straße sowie Teilsanierung Bereich Nikolaikirche / Seitenschiff

 

Maßnahmen in Verbindung mit der Landesgartenschau sind u.a.:

°Glacis, Stadtpark – zwei nördliche Teilbereiche, insb. baul. Leistungen in Ergänzung der ZSP – Maßnahmen

°Gestaltung Schlachthofareal – Beseitigung Missstand; Aufwertung und z. T. Rückbau; Wiederherstellung hist. Erscheinungsbild (ehem. Bastion VIII)

°Aufwertung Elbpromenade – Verbesserung der Aufenthaltsqualität; Elbradweg; Denkmalbereich

und weitere Maßnahmen, wie z.B.

°Sanierung Bastion VII – z. T. Instandsetzung der hist. Anlage; Nutzungsänderung

°Schlossgarten – Sanierung der hist. Garten- und Terrassenanlage einschl. Einfriedungen

°Innenstadtmanagement / Verfügungsfonds

sowie die sonstigen Maßnahmen, hier neben der möglichen Unterstützung privater Bauvorhaben und die Gestaltung des Rosa-Luxemburg-Platz genannt.

sind ebenfalls bedeutsam für die Entwicklung des Untersuchungsbereiches.

 

Die zeitliche Einordnung der im Seko 2018 genannten Maßnahmen hängt von der Verfügbarkeit von Fördermitteln, von der Förderstrategie und vom Haushaltsplan der Stadtverwaltung ab.

Der für den Zeitraum 2014 – 2022 aufgezeigte notwendige Förderrahmen beträgt unter Beachtung der aktuell geltenden Verwaltungsvorschrift (StBauE) insgesamt 16,0 Mio € (5/5). Dies entspricht Fördermitteln in Höhe von 12,8 Mio € (4/5) und einem Eigenanteil der Stadt von 3,2 Mio € (1/5). Im Rahmen der Städtebauförderung sind jährlich Fortsetzungsanträge zu stellen, so dass eine Konkretisierung und Überprüfung derzeitiger Prognosen auch im Rahmen der finanziellen Aufwendungen fortlaufend möglich sind.

Die Stadt Torgau geht davon aus, dass auch nach dem Jahr 2022 Maßnahmen zur Erreichung der Gesamtziele für das Fördergebiet „Altstadt Torgau" erforderlich sein werden. Sie wird sich auch weiterhin bemühen, durch Eigenmittel die Entwicklung der Stadt voranzubringen. Sie ist in Anbetracht der Fülle denkmalgeschützter und historisch wertvoller Bausubstanz auf eine auskömmliche Fördermittelbereitstellung angewiesen.



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