Das 20. Jahrhundert - historische Begegnung an der Elbe
April 1945 - Begegnung an der Elbe

1939 war Torgau Standort der berüchtigten Wehrmachtgefängnisse Fort Zinna und Brückenkopf. Zehntausende verurteilte Soldaten wurden hier im Zweiten Weltkrieg inhaftiert. Im Wallgraben von Fort Zinna oder  einer benachbarten Kiesgrube wurden viele von ihnen erschossen. Im Jahr 1943 wurde Torgau Sitz des Reichskriegsgerichts. Nach dem Krieg wurden im Fort Zinna und in der benachbarten Seydlitzkaserne die sowjetischen Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 eingerichtet.

Denkmal der BegegnungZwei Wochen vor der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands trafen amerikanische und sowjetische Truppen zum ersten Mal in Deutschland an der Elbe bei Torgau aufeinander.
Das Denkmal der Begegnung erinnert an diesen 25.April 1945.
Im April 2015 fand in Torgau der 70. Jahrestag der Begegnung an der Elbe statt.

An der Elbe bei Torgau trafen sich die Vorausabteilungen der zur 1. Ukrainischen Front gehörenden 58. sowjetischen Schützendivision und eine Patrouille der 69. Infanterie-Division der 1. US-Armee. Sie standen unter der Leitung von Leutnant Silwaschko und Leutnant Robertson. Der historische Händedruck auf dem einen Tag später nachgestellten Foto wurde zu einem Symbol des Friedens.

Die Stadt selbst blieb zum großen Teil vor Kriegszerstörung bewahrt. In den ersten Jahrzehnten des Bestehens der DDR entstanden die Wohnbereiche in der Eilenburger Strasse und in Torgau-Nordwest. Nach der Tausendjahrfeier 1973 begann die dringend erforderliche Instandsetzung und Rekonstruktion eines Teiles der Altstadt. Eine vorrangige Aufgabe ist es heute, den Zerfall der unter Denkmalschutz stehenden Altstadt aufzuhalten und damit verantwortungsbewusst gegenüber der Geschichte und der Zukunft zu handeln.



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