Spatenstich für das Glaskompetenzzentrum in Torgau

Offizieller Baustart für das Projekt wurde am 16. April vollzogen
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist am 16. April der offizielle Baustart für das Glaskompetenzzentrum in Torgau erfolgt.
Gemeinsam vollzogen Nordsachsens Landrat Kai Emanuel, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, die Rektorin der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Jutta Emes, sowie Vertreter des GlasCampus, des Glaserhandwerks und des Bauunternehmens Züblin diesen wichtigen Schritt.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro entsteht hier ein überregional bedeutsames Leuchtturmprojekt für die Glas-, Keramik- und Baustoffindustrie. Finanziert wird das Vorhaben größtenteils aus Mitteln des Just Transition Fund zur Bewältigung des Strukturwandels.
Bis Ende 2027 wird direkt neben dem Beruflichen Schulzentrum Nordsachsen ein moderner Komplex mit Werkstätten, Seminarräumen sowie Lehr-, Versuchs- und Pilotanlagen errichtet. Herzstück ist unter anderem ein Technikum mit Versuchsofen, in dem an klimafreundlichen Produktionsverfahren und alternativen Energieträgern wie Wasserstoff geforscht wird.
Ein Alleinstellungsmerkmal des Zentrums ist die enge Verzahnung von universitärer Forschung, beruflicher Ausbildung und handwerklicher Praxis. Partner ist die TU Bergakademie Freiberg, die künftig regelmäßig vor Ort forschen wird. Bereits seit 2019 arbeiten im GlasCampus verschiedene Akteure gemeinsam an der Fachkräfteentwicklung für die Branche.
Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Glaskompetenzzentrum entsteht ein starker Ort, der Industrie, Handwerk und Wissenschaft zusammenbringt, Wertschöpfung sichert und neue Perspektiven schafft. Dieser Spatenstich steht für einen gemeinsamen Aufbruch und für einen Leuchtturm, der weit über die Region hinaus strahlen wird.“
Auch Landrat Kai Emanuel hob die Chancen hervor:
„Das Glaskompetenzzentrum wird die Glasindustrie mit Innovationen und Lösungen inspirieren und sie gleichzeitig mit hochqualifizierten Fachkräften versorgen.“
Gerade vor dem Hintergrund der Herausforderungen in der Glas- und Keramikindustrie – von steigenden Energiepreisen bis hin zu Produktionsrückgängen – setzt das Projekt ein starkes Signal für Innovation, Fachkräftesicherung und Zukunftsfähigkeit.
In einem zweiten Bauabschnitt soll ab 2027 ein Internat mit 42 Plätzen entstehen, das bis 2028 fertiggestellt werden soll.

