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Elbe Day

Handschlag von Torgau bleibt lebendiges Symbol für Frieden und Verständigung

Zahlreiche Besucher erinnern beim Elbe Day 2026 an das historische Treffen von 1945 und setzen mit Gedenken, Reden und vielfältigem Programm ein Zeichen für Dialog und Menschlichkeit

Am 25. April 2026 wurde in Torgau der Elbe Day begangen – ein Tag, der auch 81 Jahre nach dem historischen Moment nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden bei bestem Frühlingswetter den Weg zum Denkmal der Begegnung an der Elbe, um gemeinsam an den berühmten Handschlag zu erinnern, der am 25. April 1945 Geschichte schrieb. Damals begegneten sich amerikanische und sowjetische Soldaten auf der zerstörten Brücke – ein Ereignis, das als Elbe Day in die Geschichte einging.

Dieser symbolische Akt stand im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens. In seiner bewegenden Rede erinnerte Oberbürgermeister Henrik Simon daran, dass das Händereichen weit mehr war als ein militärisches Ereignis: Es wurde zu einem kraftvollen Zeichen für Menschlichkeit, Hoffnung und die Möglichkeit von Verständigung – selbst zwischen tief verfeindeten Systemen. Seine Worte machten deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu errungen werden muss.

Auch Elisabeth Kohlhaas vom Erinnerungsort Torgau sowie Superintendent Matthias Imbusch fanden eindringliche Worte des Gedenkens. Sie betonten, wie wichtig es sei, die Vergangenheit nicht nur zu bewahren, sondern ihre Lehren aktiv in die Gegenwart zu tragen. Gerade angesichts aktueller globaler Konflikte wurde in ihren Beiträgen deutlich: Frieden ist zerbrechlich – und er braucht Engagement, Mut und Dialogbereitschaft.

Von Torgau ging an diesem Tag eine klare Botschaft aus: Frieden beginnt mit einem ersten Schritt – mit einer ausgestreckten Hand und dem Willen, Brücken zu bauen, wo Mauern entstehen.

Neben dem würdevollen Gedenken wurde der Elbe Day 2026 auch zu einem lebendigen Fest des Miteinanders. Bis in die Abendstunden hinein herrschte rund um das Denkmal eine besondere Atmosphäre: Sechs großartige Bands sorgten mit Jazz und Dixieland für beste Stimmung, während der „Markt der Möglichkeiten“ mit vielfältigen Mitmachaktionen zahlreiche Besucher anzog. Am Elbanleger lud ein Flohmarkt – organisiert von der Kulturbastion – zum Stöbern ein, und an vielen weiteren Orten in der Stadt, vom Kulturhaus über den Brückenkopf bis hin zu verschiedenen Vereinen, wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben: den engagierten Vereinen auf dem „Markt der Möglichkeiten“, den Gastronomen mit ihrem vielfältigen Angebot, den talentierten Musikerinnen und Musikern, die für eine großartige Stimmung sorgten, sowie den zahlreichen Händlerinnen und Händlern auf dem Flohmarkt.

Ebenso gebührt großer Dank den Mitwirkenden und Partnern, die dem Elbe Day seinen würdigen Rahmen verliehen haben – darunter der Erinnerungsort Torgau, der Förderverein Europa-Begegnungen, der Kentmannverein, das TIC, das Grenadierbataillon, die IG Rock, das Kulturhaus und die Kulturbastion. Mit ihren Veranstaltungen, Beiträgen und thematischen Führungen haben sie eindrucksvoll dazu beigetragen, Geschichte erlebbar zu machen und ihre Bedeutung in die Gegenwart zu tragen.

Der Elbe Day 2026 hat einmal mehr gezeigt: Erinnerung lebt durch Menschen, die sie tragen – und Frieden wächst dort, wo Begegnung stattfindet. 

 

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