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Der Senioren Selbsthilfe e.V. Torgau ist aus einer Beschäftigungsinitiative der Stadt Torgau und der proengine GmbH hervorgegangen, die im Herbst 2003 konzipiert und mit Förderung der Agentur für Arbeit (SAM, Eingliederungszuschüsse) durchgeführt werden konnte. Bestandteil dieser Initiative war u.a. der Aufbau einer ambulanten Seniorenbetreuung, die gezielt die Selbsthilfekräfte alter Menschen und damit ihre Autonomie am angestammten Wohnort unterstützen sollte. Seitdem widmen sich ältere, vormals arbeitslose Torgauer in der Regel im Alter über 50 Jahre entsprechenden Tätigkeiten.
Vom 11. April 1344 datiert die erste urkundliche Erwähnung der Torgauer Geharnischten in einem Abkommen zum Städtebund der drei sächsischen Städte Torgau, Oschatz und Grimma zur Bekämpfung des Bandenunwesens. Die nach ihrer Ausrüstung benannte militärische Einheit (Bürger Pikenier Kompanie) gilt daher als die älteste Kurfürstlich privilegierte Bürgerwehr in deutschen Landen.
Im März 1542 kam es unter Beteiligung der Torgauer Geharnischten zur sogenannten Wurzener Fehde. Die militärische Auseinandersetzung zwischen dem Albertinischen und Ernestinischen Landesfürsten endete zum Glück unblutig, da man sich in letzter Minute über die Eintreibung der sogenannte Türkensteuer einigen konnte.
Ab dem 17. Jahrhundert verloren die Torgauer Geharnischten zunehmend ihre militärische Bedeutung für die Verteidigung der Stadt. Die Geharnischten wurden zu einer gefragten Paradetruppe bzw. zum Kulturbotschafter Torgaus.
Die jährlichen Auszugsfeste der Torgauer Geharnischten waren ein fester Bestandteil des öffentlichen kulturellen Lebens in der Stadt Torgau und machten Torgau überregional bekannt. Ab dem Jahr 1824 findet das Auszugsfest nur noch aller zwei Jahre statt.
Mit der Neugründung des Torgauer Geharnischtenverein im Jahr 1990 erlebte die jahrhundertealte Tradition der TORGAUER GEHARNISCHTEN eine Wiedergeburt . Heute ist der Verein ein lebendiges Zeugnis von Torgaus reichem kulturellem Erbe und offen für alle.
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